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	<title>Comments on: Odysseus, Fahrräder [Gerald Raunig, Tausend Maschinen]</title>
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	<description>experimental philosophy &#38; music</description>
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		<title>By: stevan</title>
		<link>http://www.zoeforward.org/archives/530/comment-page-1#comment-13</link>
		<dc:creator>stevan</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Sep 2008 22:49:53 +0000</pubDate>
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		<description>versprechen sollte man halten, auch wenn sie nur auf theoriebezogenen freund- und feindschaften begründet sind. da du mir das besprochene buch zu schicken noch schuldig bist, kann ich zur eigentlichen besprechung nichts verantwortungvoll vertretbares sagen. 

etwas leichtfertiger angegangen ließe sich vielleicht die randbemerkung anbringen (als hang immer schon ein indikator elitären intellektuellen spielverderbertums, mindestens von adorno bis derrida), dass zumindest die formel vom &quot;permanenten oszillieren zwischen zwei extremen&quot; die spukhafte vermutung aufkommen lässt, man habe es auch bei dieser art des deleuzeianisch-maschinischen wieder nur mit einer metaphorischen verschiebung der tausendfach totgesagten dialektik zu tun. 

deren verleugnetes fortbestehen unter tausend neuen deck- und fluchnamen aufzudecken, wäre einer lebensaufgabe würdig (d. h. falls sich noch jemand finden sollte, der an das konzept einer &#039;lebensaufgabe&#039; offen zu glauben bereit ist). und könnte einem am ende doch nur die bittere klage einfahren, dass diejenigen, die im neuen immer nur das alte zu sehen bemüht sind, gerade das wertvollste an ihm opfern. die implizierte wette, die das rein deskriptive nicht erfassen kann. die hoffnung auf die erneuerung performativer effizienz, die jede neue namensgebung mit sich führt und sie vielleicht allein auch rechtfertigen kann.

den versuch einer weiteren ausführung erspare ich mir (und dir). es besteht immer die möglichkeit, sie könnte als provokation aufgefasst werden. 

stattdessen nur soviel: die auflösung des fahrradrätsels bist du noch schuldig, ebenso wie die geschichtsphilosophische argumentation, die ihm zugrunde liegt. andeutungen setzen - und das macht sie der ironie eng verwandt - die gemeinsame teilnahme an einem doppelbödigen kod voraus. wo einsicht in diesen auch auf anfrage verweigert wird, müsste angenommen werden, der eigentliche kommunikationszweck liege in der inszenierung der kommunikationsverweigerung selbst. soziologisch gesprochen (pour leo!): sie wäre reine distinktionsstrategie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>versprechen sollte man halten, auch wenn sie nur auf theoriebezogenen freund- und feindschaften begründet sind. da du mir das besprochene buch zu schicken noch schuldig bist, kann ich zur eigentlichen besprechung nichts verantwortungvoll vertretbares sagen. </p>
<p>etwas leichtfertiger angegangen ließe sich vielleicht die randbemerkung anbringen (als hang immer schon ein indikator elitären intellektuellen spielverderbertums, mindestens von adorno bis derrida), dass zumindest die formel vom &#8220;permanenten oszillieren zwischen zwei extremen&#8221; die spukhafte vermutung aufkommen lässt, man habe es auch bei dieser art des deleuzeianisch-maschinischen wieder nur mit einer metaphorischen verschiebung der tausendfach totgesagten dialektik zu tun. </p>
<p>deren verleugnetes fortbestehen unter tausend neuen deck- und fluchnamen aufzudecken, wäre einer lebensaufgabe würdig (d. h. falls sich noch jemand finden sollte, der an das konzept einer &#8216;lebensaufgabe&#8217; offen zu glauben bereit ist). und könnte einem am ende doch nur die bittere klage einfahren, dass diejenigen, die im neuen immer nur das alte zu sehen bemüht sind, gerade das wertvollste an ihm opfern. die implizierte wette, die das rein deskriptive nicht erfassen kann. die hoffnung auf die erneuerung performativer effizienz, die jede neue namensgebung mit sich führt und sie vielleicht allein auch rechtfertigen kann.</p>
<p>den versuch einer weiteren ausführung erspare ich mir (und dir). es besteht immer die möglichkeit, sie könnte als provokation aufgefasst werden. </p>
<p>stattdessen nur soviel: die auflösung des fahrradrätsels bist du noch schuldig, ebenso wie die geschichtsphilosophische argumentation, die ihm zugrunde liegt. andeutungen setzen &#8211; und das macht sie der ironie eng verwandt &#8211; die gemeinsame teilnahme an einem doppelbödigen kod voraus. wo einsicht in diesen auch auf anfrage verweigert wird, müsste angenommen werden, der eigentliche kommunikationszweck liege in der inszenierung der kommunikationsverweigerung selbst. soziologisch gesprochen (pour leo!): sie wäre reine distinktionsstrategie.</p>
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